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Schöner protestieren ohne Nazis! PDF Drucken E-Mail

Pünktlich zum G8-Gipfel erscheint die Broschüre "Auf dem Weg zum Gipfel", die sich mit der extremen Rechten und Globalisierungskritik beschäftigt. Die 24-seitige Broschüre ist eine gemeinsame Veröffentlichung der DGB Jugend Berlin-Brandenburg und der Antifaschistischen Linken Berlin und wird von der IG Metall Jugend Berlin-Brandenburg-Sachsen und der verdi Jugend Berlin-Brandenburg unterstützt.  Die Broschüre gibt es als download oder direkt bei allen genannten Organisationen. Damit ihr einen ersten Einblick habt, warum eine Auseinandersetzung mit nationalistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie notwenig ist, dokumentieren wir hier das Vorwort.

Das Treffen der G8 – der acht mächtigsten Regierungschefs der Welt – im Juni 2007 in Heiligendamm gehört zum festen Datum innerhalb der linken, globalisierungskritischen und gewerkschaftlichen Bewegung. Doch nicht nur die europäische Linke versammelt sich in Rostock, um gegen die Verwaltung der globalen Armut, gegen weltweite Ausbeutung und für globale soziale Rechte zu protestieren. Auch die extreme Rechte nutzt das internationale Großevent, um für ihre rassistische und menschenverachtende Politik zu werben.

Schon seit geraumer Zeit versuchten Neonazis, an aktuelle politische Bewegungen anzuknüpfen, wie z.B. die Anti-Atom-Proteste, die Antikriegsbewegung und die Sozialproteste gegen Hartz I V. Je nach politischen Rahmenbedingungen und politischer Orientierung der beteiligten Akteure gelang dies mal besser oder mal schlechter. Insbesondere dann, wenn sich die politischen Akteure klar und deutlich antirassistisch und antinationalistisch positionieren, erreicht die extreme Rechte diese inhaltliche Verbindung nicht.

In der vorliegenden Broschüre soll sich etwas genauer mit der rechten Kritik an der Globalisierung beschäftigt werden. Der Versuch, durch die Anti-G8-Proteste massenwirksam extrem rechte Parolen zu platzieren, steht dabei exemplarisch für die Mechanismen, die genauso für die Sozialproteste und die Anti-KriegsBewegung. genutzt wurden und auch in Zukunft für rechte Anknüpfungsversuche genutzt werden. Die Konsequenzen für den Umgang mit dieser Strategie der Rechten beziehen sich deshalb nicht nur auf die Anti-G8-Proteste.

Im ersten Teil wird zunächst ein Blick auf das Globalisierungsverständnis der extremen Rechten geworfen. Danach wird darauf eingegangen, dass auch scheinbar kapitalismuskritische und soziale Parolen der extremen Rechten durch die gleiche völkisch-rassistische Ideologie bestimmt sind. Der letzte Teil soll schließlich einige Anregungen bieten, wie den Rechten begegnet werden kann und welche Gegenstrategien sinnvoll sind, um eine Beteiligung für Rechtsextremisten unattraktiv oder besser unmöglich zu machen. Eine Aufstellung der von Neonazis geplanten Aktivitäten zum Thema G8 sowie eine Hintergrundartikel zur sozialen Frage von Rechts runden die Broschüre ab. Wir hoffen, mit dieser Broschüre einen Teil beitragen zu können, dass Argumente und Parolen der Akteure aus Gewerkschaften, Sozialprotesten und globalisierungskritischer Bewegung geschärft und gegen Rechts unvereinbar gestaltet werden. Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm sollen nicht nur lautstark, offensiv und hoffentlich erfolgreich sein – sie sollen vor allem ohne Nazis, aber dafür mit linken und eman-zipativen Inhalten stattfinden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen,

DGB-Jugend Berlin-Brandenburg & Antifaschistische Linke Berlin
 
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